Traditioneller Henna Abend mit Funda

Traditionen sind etwas ganz besonderes. Sie verbinden uns mit unserer Herkunft, unserer Abstammung, der Familie und unserem Land.


"Die Gäste bilden einen Kreis um die Braut und den Bräutigam. Das Henna, das vorher mit Kerzen auf einem Tablett geschmückt wurde, wird nun tänzerisch über das Brautpaar gehalten. Meistens machen das die Familienmitglieder oder enge Freunde der Braut. Anschließend werden traurige Lieder gesungen, um die Braut zum Weinen zu bringen, weil sie nun das Elternhaus verlässt. Die Braut trägt ein rotes Seidentuch über dem Kopf, ob sie tatsächlich weint kann man daher nicht sehen. Nach dem Volksglauben soll das im Paradies wachsende Henna dem Paar Glück in der Ehe bringen und vor „bösen Augen“ schützen. Es ist ein grünes Pulver, das mit Wasser vermischt wird und sich zu einer dunklen Masse formt. Nach dem Auftragen auf die Handinnenflächen der Braut und dem kleinem Finger des Bräutigam, lässt man die Masse einige Stunden einwirken und bekommt rote Stellen, die ca. zwei Wochen zu sehen sind."


Diese Abende sind voller Licht und Glanz, voller Emotion und Tanz. Es ist unglaublich wie frei die Frauen sich bewegen, sich miteinander verbinden und gemeinsam vor Freude weinen. Es ist magisch, das alles mit meiner Kamera einfangen zu dürfen. Mitten im Geschehen zu sein. Mitten in diesem Kreis der Tradition, der Ehre und der Familie. Die Frauen jubeln und weinen, sie tanzen und freuen sich. Wenn dieses Fest eines für mich war, dann ist es lebendig. Und diese Lebendigkeit ist es oft, die mir an den deutschen Hochzeiten so fehlt. Wenn es mal wieder zu steif, oder zu katholisch wird. Diese Leichtigkeit, in der man all die Emotionen da sein lassen darf, die gerade in einem sind. Auch wenn sie sich alle paar Minuten ändern.


Diese Bilder waren etwas ganz besonderes für mich. Ein kleiner Fotografen Traum, der schon ganz lange in mir war. Danke Funda, für dein Vertrauen!



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